Auf der Suche nach einem Milieu
Was bleibt von einer Partei, wenn ihr Milieu schwindet? In Sachsen-Anhalt suchen SPD, Grüne, FDP und BSW nach Halt – und liefern dabei ein Lehrstück über Markenführung unter Existenzdruck. Teil 4 der Cicero-Kampagnenanalyse für Sachsen-Anhalt.
RAF 2.0
Die RAF löste sich 1998 offiziell auf. Doch ihr revolutionärer Duktus lebt fort: Heute zielen linksextreme Gruppen auf kritische Infrastruktur und rechtfertigen Gewalt als Mittel zur Weltverbesserung. In unserer Titelgeschichte analysiert RAF-Kenner Butz Peters Parallelen und Gegensätze.
Der EU-Kontrollverlust bei der Migration beginnt schon auf X
Die Debatte um den Grenzansturm auf die spanische Exklave Ceuta zeigt unterschiedliche Einschätzungen zum Umgang der EU mit irregulärer Migration. Analysiert werden Fragen des Außengrenzschutzes, rechtlicher Verfahren und politischer Kommunikation sowie die Rolle sozialer Medien bei der öffentlichen Wahrnehmung von Migration und europäischer Migrationspolitik.
Der Abgrund
Steigende Sozialausgaben treffen gegenwärtig auf eine Politik, die Einsparungen und Reformen eher scheut. Fraglich ist dabei, wie die Kosten zukünftig getragen werden sollen. Von Alexander Marguier
Effizienzkur für die Demokratie
Das deutsche Parteiensystem, wie wir es lange kannten, ist zum Auslaufmodell geworden. Weil es nicht mehr in der Lage ist, Interessen sinnvoll zu bündeln und Handlungsfähigkeit daraus zu entwickeln. Cicero im Juli fragt: Geht es auch anders?
Riss im System
Das deutsche Parteiensystem alter Prägung führt immer häufiger zu Stillstand und Frustration. Die Brandmauer hält, doch hinter ihr wächst die AfD. Umfragen, Zufallskoalitionen und neue Wut auf der Straße zeigen: Etwas gerät in Bewegung. Stehen wir am Anfang einer echten Zeitenwende?
Wenn der Staat entscheidet, was man lesen darf
Die geplante stärkere Rolle der Landesmedienanstalten bei der Bewertung und möglichen Steuerung der Sichtbarkeit von Social-Media-Inhalten dürfte die Debatte über staatliche Eingriffe in die digitale Öffentlichkeit weiter verschärfen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie sich regulatorische Ansätze mit verfassungsrechtlichen Vorgaben und Plattformfreiheit vereinbaren lassen und welche Folgen sich daraus für Meinungsvielfalt und Medienvertrauen ergeben.
„Wenn ihr euch auf den Staat verlasst, seid ihr verlassen“
Im Interview mit Freya Früh, bekannt als „Frau Finanzen“, steht im Zentrum des Interviews, warum Frauen im Alter überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen sind. Als Ursachen werden insbesondere Teilzeitbeschäftigung, unbezahlte Care-Arbeit und strukturelle Nachteile im Rentensystem herausgearbeitet. Die Debatte um finanzielle Eigenvorsorge von Frauen und staatliche Verantwortung gewinnt damit weiter an gesellschaftlicher Relevanz.
Auf großer Mission
In Berlin setzt Schah-Sohn Reza Pahlavi auf internationale Aufmerksamkeit und klare Worte gegen das iranische Regime. Für seine Unterstützer ist er der große Hoffnungsträger für den Iran. Wie groß sein Rückhalt in der iranischen Bevölkerung wirklich ist, bleibt allerdings offen.
Auf der Anklagebank: die Ukraine
Ein Koordinator des Nord-Stream-Anschlags sitzt in Hamburg in Untersuchungshaft. Der kommende Prozess gegen ihn führt tief hinein in eine verdeckte Operation ukrainischer Netzwerke, in die Schattenwelt der CIA – und in das Machtzentrum der deutschen Politik.
Einmal im Monat kommt das politische Magazin Cicero heraus, und das bereits seit 2004. Hinter der Gründung stand Wolfgang Weiner, zuvor Chefredakteur der „Welt“, dem ausdrücklich ein deutsches Pendant zur US–amerikanischen New Yorker vorschwebte.
Als „Magazin für politische Kultur“ hält das Cicero die Felder Politik und Kultur nicht auseinander, sondern lässt sie immer wieder ineinanderfliessen. Die vier Ressorts tragen die Namen Weltbühne (Aussenpolitik), Berliner Republik (Innenpolitik), Kapital (Wirtschaft), Salon (Gesellschaft, Kultur) und Stil. Was gerade brennt, greift jede Ausgabe auf – kommentiert wird es oftmals von exponierten Gastautoren. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder schrieb ebenso schon für das Heft wie der Schriftsteller Martin Walser, und regelmässig sind bekannte Persönlichkeiten wie Maxim Biller, Wladimir Kaminer oder Florian Henckel von Donnersmarck dafür tätig. Bekannt wurde das Magazin nicht zuletzt durch die Durchsuchung seiner Redaktionsräume im September 2005: Vor dem Bundesverfassungsgericht setzten sich die Journalisten anschliessend gegenüber den Ermittlern durch.
Angesprochen sind Leserinnen und Leser mit ausgeprägtem politischem Interesse – auf sie ist die Cicero zugeschnitten. Anfang 2016 lag die verkaufte Auflage bei knapp 85.000 Exemplaren.
Aus dem Rahmen fällt die Cicero in mehrfacher Hinsicht: Für Aufsehen sorgten in der Vergangenheit oftmals ungewöhnliche Aktionen wie eine Tatort–Ausgabe oder eine Ausgabe mit komplett individualierten Titelblättern.
Herausgeberin der Cicero ist die Res Publica Verlags GmbH, die zum hierzulande überaus bekannten Ringier–Verlag gehört. Auf dem deutschen Markt verantwortet Ringier unter anderem das Kulturmagazin Monopol; für die Schweiz kommen das Magazin Cash und eine Reihe weiterer Zeitschriften hinzu.
Unter den Kulturmagazinen dürfte die Cicero kaum jemandem entgangen sein. An interessanten und lesenswerten Alternativen mangelt es dennoch nicht: die Dummy, das Interview–Magazin Galore oder auch das Lettre International sind drei davon.
Auf der Suche nach einem Milieu
Was bleibt von einer Partei, wenn ihr Milieu schwindet? In Sachsen-Anhalt suchen SPD, Grüne, FDP und BSW nach Halt – und liefern dabei ein Lehrstück über Markenführung unter Existenzdruck. Teil 4 der Cicero-Kampagnenanalyse für Sachsen-Anhalt.
RAF 2.0
Die RAF löste sich 1998 offiziell auf. Doch ihr revolutionärer Duktus lebt fort: Heute zielen linksextreme Gruppen auf kritische Infrastruktur und rechtfertigen Gewalt als Mittel zur Weltverbesserung. In unserer Titelgeschichte analysiert RAF-Kenner Butz Peters Parallelen und Gegensätze.
Der EU-Kontrollverlust bei der Migration beginnt schon auf X
Die Debatte um den Grenzansturm auf die spanische Exklave Ceuta zeigt unterschiedliche Einschätzungen zum Umgang der EU mit irregulärer Migration. Analysiert werden Fragen des Außengrenzschutzes, rechtlicher Verfahren und politischer Kommunikation sowie die Rolle sozialer Medien bei der öffentlichen Wahrnehmung von Migration und europäischer Migrationspolitik.
Der Abgrund
Steigende Sozialausgaben treffen gegenwärtig auf eine Politik, die Einsparungen und Reformen eher scheut. Fraglich ist dabei, wie die Kosten zukünftig getragen werden sollen. Von Alexander Marguier
Effizienzkur für die Demokratie
Das deutsche Parteiensystem, wie wir es lange kannten, ist zum Auslaufmodell geworden. Weil es nicht mehr in der Lage ist, Interessen sinnvoll zu bündeln und Handlungsfähigkeit daraus zu entwickeln. Cicero im Juli fragt: Geht es auch anders?
Riss im System
Das deutsche Parteiensystem alter Prägung führt immer häufiger zu Stillstand und Frustration. Die Brandmauer hält, doch hinter ihr wächst die AfD. Umfragen, Zufallskoalitionen und neue Wut auf der Straße zeigen: Etwas gerät in Bewegung. Stehen wir am Anfang einer echten Zeitenwende?
Wenn der Staat entscheidet, was man lesen darf
Die geplante stärkere Rolle der Landesmedienanstalten bei der Bewertung und möglichen Steuerung der Sichtbarkeit von Social-Media-Inhalten dürfte die Debatte über staatliche Eingriffe in die digitale Öffentlichkeit weiter verschärfen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie sich regulatorische Ansätze mit verfassungsrechtlichen Vorgaben und Plattformfreiheit vereinbaren lassen und welche Folgen sich daraus für Meinungsvielfalt und Medienvertrauen ergeben.
„Wenn ihr euch auf den Staat verlasst, seid ihr verlassen“
Im Interview mit Freya Früh, bekannt als „Frau Finanzen“, steht im Zentrum des Interviews, warum Frauen im Alter überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen sind. Als Ursachen werden insbesondere Teilzeitbeschäftigung, unbezahlte Care-Arbeit und strukturelle Nachteile im Rentensystem herausgearbeitet. Die Debatte um finanzielle Eigenvorsorge von Frauen und staatliche Verantwortung gewinnt damit weiter an gesellschaftlicher Relevanz.
Auf großer Mission
In Berlin setzt Schah-Sohn Reza Pahlavi auf internationale Aufmerksamkeit und klare Worte gegen das iranische Regime. Für seine Unterstützer ist er der große Hoffnungsträger für den Iran. Wie groß sein Rückhalt in der iranischen Bevölkerung wirklich ist, bleibt allerdings offen.
Auf der Anklagebank: die Ukraine
Ein Koordinator des Nord-Stream-Anschlags sitzt in Hamburg in Untersuchungshaft. Der kommende Prozess gegen ihn führt tief hinein in eine verdeckte Operation ukrainischer Netzwerke, in die Schattenwelt der CIA – und in das Machtzentrum der deutschen Politik.
Einmal im Monat kommt das politische Magazin Cicero heraus, und das bereits seit 2004. Hinter der Gründung stand Wolfgang Weiner, zuvor Chefredakteur der „Welt“, dem ausdrücklich ein deutsches Pendant zur US–amerikanischen New Yorker vorschwebte.
Als „Magazin für politische Kultur“ hält das Cicero die Felder Politik und Kultur nicht auseinander, sondern lässt sie immer wieder ineinanderfliessen. Die vier Ressorts tragen die Namen Weltbühne (Aussenpolitik), Berliner Republik (Innenpolitik), Kapital (Wirtschaft), Salon (Gesellschaft, Kultur) und Stil. Was gerade brennt, greift jede Ausgabe auf – kommentiert wird es oftmals von exponierten Gastautoren. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder schrieb ebenso schon für das Heft wie der Schriftsteller Martin Walser, und regelmässig sind bekannte Persönlichkeiten wie Maxim Biller, Wladimir Kaminer oder Florian Henckel von Donnersmarck dafür tätig. Bekannt wurde das Magazin nicht zuletzt durch die Durchsuchung seiner Redaktionsräume im September 2005: Vor dem Bundesverfassungsgericht setzten sich die Journalisten anschliessend gegenüber den Ermittlern durch.
Angesprochen sind Leserinnen und Leser mit ausgeprägtem politischem Interesse – auf sie ist die Cicero zugeschnitten. Anfang 2016 lag die verkaufte Auflage bei knapp 85.000 Exemplaren.
Aus dem Rahmen fällt die Cicero in mehrfacher Hinsicht: Für Aufsehen sorgten in der Vergangenheit oftmals ungewöhnliche Aktionen wie eine Tatort–Ausgabe oder eine Ausgabe mit komplett individualierten Titelblättern.
Herausgeberin der Cicero ist die Res Publica Verlags GmbH, die zum hierzulande überaus bekannten Ringier–Verlag gehört. Auf dem deutschen Markt verantwortet Ringier unter anderem das Kulturmagazin Monopol; für die Schweiz kommen das Magazin Cash und eine Reihe weiterer Zeitschriften hinzu.
Unter den Kulturmagazinen dürfte die Cicero kaum jemandem entgangen sein. An interessanten und lesenswerten Alternativen mangelt es dennoch nicht: die Dummy, das Interview–Magazin Galore oder auch das Lettre International sind drei davon.
Ich liebe dieses Magazin, aufgrund seiner Differenzierung der unterschiedlichen Themen
4,75 / 5
keine Probleme mit dem Abo!
Sehr hochwertiges Papier, das Heft macht sich auch nach dem Lesen gut im Regal
Nimmt auch mal Positionen abseits des Mainstreams ein, was ich sehr erfrischend finde.
Gefällt mir sehr – ein Magazin mit spannenden Analysen und interessanten Meinungen.
Interessante Themen
Wer sich für Politik interessiert, findet hier sicherlich interessante Themen.
Intellektuell anspruchsvoll und oft mit Perspektiven, die man in anderen Medien so nicht findet
Zeitgenösssische Themen und interessante Blickwinkel. Seit Jahren ein guter Begleiter.
sehr gute Zeitschrift, sehr gute Themen, weiter so
gute Berichte
Sehr informative Zeitschrift mit tollen Analysen unterschiedliche Autoren und Perspektive.
Die langen Essays sind perfekt für ein entspanntes Wochenende. Hier wird sich noch Zeit für Themen genommen
Als ich 2016 mein erstes Abonnement etablierte, war Cicero eine der wenigen Zeitschriften mit intellektuellem Anspruch. Das änderte sich langsam aber kontinuierlich mit dem Ausscheiden von Schwennicke aus der Funktion des CR und Mitherausgebers. Seit der Übernahme der Herausgeberschaft durch Notheis ist von Intellekt keine Rede mehr. Cicero wandelte sich zu einem platten Sprachrohr primitivster Atomkraft- und Wirtschaftsinteressen. Wer solcherart Journalismus goutiert, ist mit Cicero bestens bedient. Wer als Problemfelder auf diesem Planeten auch anderes im Blick hat als das ewige Wachstum der Wirtschaft sollte einen weiten Bogen um das Blatt machen.
Leider verpasse ich immer eine Ausgabe, da ich mir immer Zeit für die anspruchsvollen Artikel nehme und bei Erscheinen des neuen Hefts mit dem alten noch nicht durch bin 😉!
Ich liebe dieses Magazin, aufgrund seiner Differenzierung der unterschiedlichen Themen