Rezensionen
ERKUNDUNGEN AM BÖHMISCHEN MEER
„Tschechien – ein Land an der Küste?“ Das diesjährige Motto des Gastlandes der Frankfurter Buchmesse ist eine Metapher für die Fantasie und stammt aus Shakespeares Stück „Das Wintermärchen“. Bei einer literarischen Reise durfte eine Gruppe von Journalist*innen diesen grenzenlosen Ozean befahren – und zwar mit verschiedenen Fortbewegungsmitteln, zu denen neben einem Schiff auch ein Bus und eine Tram gehörten. Steigen Sie ein!
HEISSER SOMMER, DUNKLE AHNUNGEN
Rachel Joyces Romane sind bekannt für ihre emotionale Tiefe und Versöhnlichkeit. In „Sommerhaus“ geht es um Brüche, Abnabelung und Misstrauen in einer emotionalen Ausnahmesituation.
SEELENLANDSCHAFTEN AUS STRANDGUT
Ein Spaziergang mit Lisa Quentin auf den Spuren ihrer beiden „Bernsteinfischerinnen“ in der Niendorfer Bucht.
PORTLANDS BÜCHERFRAUEN
Oregon – der Bundesstaat an der Westküste der USA – ist bekannt für seine rauen Küsten und dichten Wälder. Doch die Region hat mehr zu bieten als ihre wilde Natur: eine lebendige, unabhängige Literaturszene, die maßgeblich von Frauen geprägt ist – Kuratorinnen, Buchhändlerinnen, Autorinnen und Hoteliers. Ihre Geschichten erzählen von Mut, Kreativität und der Kraft weiblicher Initiative.
ES WAR EINMAL: EIN LEUCHTENDES LAND
In seinem brillanten Buch erklärt uns Klaus Brinkbäumer, wie das Leuchtfeuer der Demokratie zum Albtraum wurde. Sind die Ideale der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung – das Leben, die Freiheit und das Streben nach Glück – noch zu retten?
Was von der Revolution bleibt
Lukas Rietzschel verdichtet in seinem neuen Roman deutsche Geschichte vom Mauerfall bis in die Gegenwart einer Kleinstadt. Ein Gespräch über Erinnerungskultur, Prägungen und Männlichkeit.
Siri und Paul
Mit ihrem Memoir "Ghost Stories" hat Siri Hustvvedt ein mitreißendes, sehr persönliches Buch geschaffen, das von der symbolischen Liebe des wohl berühmtesten öffentlichen US-Intellektuellenpaars erzählt.
EIN GEFÜHL VON BEFREIUNG
Leïla Slimani arbeitete acht Jahre lang an ihrem Romanprojekt „Das Land der Anderen“. Mit dem dritten Band „Trag das Feuer weiter“ ist der französisch-marokkanischen Autorin ein eindrucksvolles Finale gelungen.
STILLE VERBINDUNGEN
Dieses Jahr präsentiert sich die Europäische Kulturhauptstadt Oulu unter dem Motto „Cultural Climate Change“. Die Finnen spüren den Klimawandel hautnah und wollen ihrer industriell geprägten Region mehr Kultur einhauchen – innovativ, kreativ und humorvoll.
Der Literatur in all ihren Facetten hat sich das Magazin Bücher verschrieben, und das seit 2003. Im Zweimonatsrhythmus stellt es vor, was im gedruckten Bereich und in der Welt der Hörbücher neu erschienen ist.
Literatur in ihrer gedruckten Form und in der neuartigen Darreichungsform als Hörbuch: Genau darum dreht sich in der Bücher alles, ganz wie es der Name verspricht. Neuerscheinungen erhalten eine kurze Rezension und eine Bewertung nach einem eigens erstellten Punktesystem, daneben greift das Heft die gängigen Themen aus den Feuilletons auf. Hintergrundberichte, Reportagen, Interviews und Original–Abdrucke bekannter Autoren kommen hinzu. Eine feste Grösse in jeder Ausgabe ist das Format des „wiederentdeckten Klassikers“ oder auch des „überschätzten Buchs“, an dem sich die Meinungsstärke der Redaktion gut ablesen lässt. Beigelegt ist jedem Heft ausserdem ein Hörbuch, dazu kommen Leseproben neuer Romane. Regelmässige Sonderhefte, beispielsweise zu Kinder– oder Hörbüchern, runden das Ganze ab.
Wer in irgendeiner Weise mit dem Literaturbetrieb verbunden ist, findet in Bücher genauso sein Heft wie die ausgesprochenen „Leserratten“, die in ihrer Freizeit gerne zum Buch greifen. 65 Prozent der Käufer sind Frauen, verkauft werden jeweils etwas mehr als 20.000 Exemplare (Stand: Ende 2014). Über 35 Jahre alt ist der Grossteil der Leser, und beim Haushaltseinkommen liegt die Leserschaft über dem Durchschnitt.
Keinem der grossen Buchverlage ist die Bücher angeschlossen. Diese Unabhängigkeit sorgt dafür, dass immer wieder Geheimtipps und vermeintlich unbekannte Titel auftauchen.
Herausgeber der Bücher ist falkemedia. Den Verlag gibt es seit 1994, und er verantwortet eine ganze Reihe weiterer Titel.
Schon der Titel Bücher macht deutlich, worum es geht: Das Heft ist ein Vertreter der Literatur Zeitschriften. Für alle, die noch mehr Lesefutter suchen, lohnt ein Versuch mit der Akzente, mit dem österreichischen Magazin Buchkultur oder mit der literaturwissenschaftlich ausgerichteten Text & Kritik.
Rezensionen
ERKUNDUNGEN AM BÖHMISCHEN MEER
„Tschechien – ein Land an der Küste?“ Das diesjährige Motto des Gastlandes der Frankfurter Buchmesse ist eine Metapher für die Fantasie und stammt aus Shakespeares Stück „Das Wintermärchen“. Bei einer literarischen Reise durfte eine Gruppe von Journalist*innen diesen grenzenlosen Ozean befahren – und zwar mit verschiedenen Fortbewegungsmitteln, zu denen neben einem Schiff auch ein Bus und eine Tram gehörten. Steigen Sie ein!
HEISSER SOMMER, DUNKLE AHNUNGEN
Rachel Joyces Romane sind bekannt für ihre emotionale Tiefe und Versöhnlichkeit. In „Sommerhaus“ geht es um Brüche, Abnabelung und Misstrauen in einer emotionalen Ausnahmesituation.
SEELENLANDSCHAFTEN AUS STRANDGUT
Ein Spaziergang mit Lisa Quentin auf den Spuren ihrer beiden „Bernsteinfischerinnen“ in der Niendorfer Bucht.
PORTLANDS BÜCHERFRAUEN
Oregon – der Bundesstaat an der Westküste der USA – ist bekannt für seine rauen Küsten und dichten Wälder. Doch die Region hat mehr zu bieten als ihre wilde Natur: eine lebendige, unabhängige Literaturszene, die maßgeblich von Frauen geprägt ist – Kuratorinnen, Buchhändlerinnen, Autorinnen und Hoteliers. Ihre Geschichten erzählen von Mut, Kreativität und der Kraft weiblicher Initiative.
ES WAR EINMAL: EIN LEUCHTENDES LAND
In seinem brillanten Buch erklärt uns Klaus Brinkbäumer, wie das Leuchtfeuer der Demokratie zum Albtraum wurde. Sind die Ideale der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung – das Leben, die Freiheit und das Streben nach Glück – noch zu retten?
Was von der Revolution bleibt
Lukas Rietzschel verdichtet in seinem neuen Roman deutsche Geschichte vom Mauerfall bis in die Gegenwart einer Kleinstadt. Ein Gespräch über Erinnerungskultur, Prägungen und Männlichkeit.
Siri und Paul
Mit ihrem Memoir "Ghost Stories" hat Siri Hustvvedt ein mitreißendes, sehr persönliches Buch geschaffen, das von der symbolischen Liebe des wohl berühmtesten öffentlichen US-Intellektuellenpaars erzählt.
EIN GEFÜHL VON BEFREIUNG
Leïla Slimani arbeitete acht Jahre lang an ihrem Romanprojekt „Das Land der Anderen“. Mit dem dritten Band „Trag das Feuer weiter“ ist der französisch-marokkanischen Autorin ein eindrucksvolles Finale gelungen.
STILLE VERBINDUNGEN
Dieses Jahr präsentiert sich die Europäische Kulturhauptstadt Oulu unter dem Motto „Cultural Climate Change“. Die Finnen spüren den Klimawandel hautnah und wollen ihrer industriell geprägten Region mehr Kultur einhauchen – innovativ, kreativ und humorvoll.
Der Literatur in all ihren Facetten hat sich das Magazin Bücher verschrieben, und das seit 2003. Im Zweimonatsrhythmus stellt es vor, was im gedruckten Bereich und in der Welt der Hörbücher neu erschienen ist.
Literatur in ihrer gedruckten Form und in der neuartigen Darreichungsform als Hörbuch: Genau darum dreht sich in der Bücher alles, ganz wie es der Name verspricht. Neuerscheinungen erhalten eine kurze Rezension und eine Bewertung nach einem eigens erstellten Punktesystem, daneben greift das Heft die gängigen Themen aus den Feuilletons auf. Hintergrundberichte, Reportagen, Interviews und Original–Abdrucke bekannter Autoren kommen hinzu. Eine feste Grösse in jeder Ausgabe ist das Format des „wiederentdeckten Klassikers“ oder auch des „überschätzten Buchs“, an dem sich die Meinungsstärke der Redaktion gut ablesen lässt. Beigelegt ist jedem Heft ausserdem ein Hörbuch, dazu kommen Leseproben neuer Romane. Regelmässige Sonderhefte, beispielsweise zu Kinder– oder Hörbüchern, runden das Ganze ab.
Wer in irgendeiner Weise mit dem Literaturbetrieb verbunden ist, findet in Bücher genauso sein Heft wie die ausgesprochenen „Leserratten“, die in ihrer Freizeit gerne zum Buch greifen. 65 Prozent der Käufer sind Frauen, verkauft werden jeweils etwas mehr als 20.000 Exemplare (Stand: Ende 2014). Über 35 Jahre alt ist der Grossteil der Leser, und beim Haushaltseinkommen liegt die Leserschaft über dem Durchschnitt.
Keinem der grossen Buchverlage ist die Bücher angeschlossen. Diese Unabhängigkeit sorgt dafür, dass immer wieder Geheimtipps und vermeintlich unbekannte Titel auftauchen.
Herausgeber der Bücher ist falkemedia. Den Verlag gibt es seit 1994, und er verantwortet eine ganze Reihe weiterer Titel.
Schon der Titel Bücher macht deutlich, worum es geht: Das Heft ist ein Vertreter der Literatur Zeitschriften. Für alle, die noch mehr Lesefutter suchen, lohnt ein Versuch mit der Akzente, mit dem österreichischen Magazin Buchkultur oder mit der literaturwissenschaftlich ausgerichteten Text & Kritik.
Soweit ich weiß, ist dies die einzige Zeitschrift, die sich noch ohne Bezahlung durch Verlage auch populärer Literatur widmet und nicht "von oben herab" geschrieben ist. Hier finde ich Tipps, Reportagen, Themenschwerpunkte, Interviews und natürlich jede Menge Empfehlungen und auch mal einen Hinweis darauf, dass es sich nicht lohnt, ein bestimmtes Buch zu lesen, auch wenn es womöglich online oder in den Kaufmedien gehypt wird. Es gibt ein Bewertungssystem von Punkten bei den Kurzrezensionen, ebenso wie auf den Verkaufsplattformen, aber die Besprechungen sind differenzierter und kritischer und vor allem nicht von "Fans" des ensprechenden Genres, sondern Menschen, die sich in allen Bereichen der Literatur bewegen und auch viele Alternativen kennen. Ich kann das Magazin nur für jeden Vielleser empfehlen!
4,65 / 5
Mit dem Abo klappt bis jetzt alles super und Inhalte sind top
Tolle Übersicht über alle wichtigen Neuerscheinungen
Gute Mischung aus Bestsellern und Tipps von kleinen Verlagen, die man sonst kaum findet
Interessante Bücher und wertvolle Leseempfehlungen. Ich lese es gerne
Hier findet man viele interessante Geschichten.
Dank der Tipps habe ich schon einige echte literarische Schätze entdeckt - kann ich nur empfehlen
empfehlenswerte Zeitschrift
Sehr gut geschrieben und ausführliche Empfehlungen für Bücher.
gute Reportagen
Ich bin sehr zufrieden mit der Lieferung und dem Inhalt der Zeitschrift.
Gute Übersicht für Neuerscheinungen, danach geht es immer ab zum Buchladen um mich einzudecken ☺
Interviews mit Autoren geben tolle Einblicke hinter die Kulissen. Man merkt die Leidenschaft für Literatur
Soweit ich weiß, ist dies die einzige Zeitschrift, die sich noch ohne Bezahlung durch Verlage auch populärer Literatur widmet und nicht "von oben herab" geschrieben ist. Hier finde ich Tipps, Reportagen, Themenschwerpunkte, Interviews und natürlich jede Menge Empfehlungen und auch mal einen Hinweis darauf, dass es sich nicht lohnt, ein bestimmtes Buch zu lesen, auch wenn es womöglich online oder in den Kaufmedien gehypt wird. Es gibt ein Bewertungssystem von Punkten bei den Kurzrezensionen, ebenso wie auf den Verkaufsplattformen, aber die Besprechungen sind differenzierter und kritischer und vor allem nicht von "Fans" des ensprechenden Genres, sondern Menschen, die sich in allen Bereichen der Literatur bewegen und auch viele Alternativen kennen. Ich kann das Magazin nur für jeden Vielleser empfehlen!
Leider unzuverlässig in der Lieferung, kein guter Kundenservice, mehrfache Nachfrage notwendig, um eine Antwort zu erhalten. Enttäuschend.
Ich schätze diese Zeitschrift sehr, da sie mir Infos über Bücher vermittelt und nicht nur Werbung von Verlagen enthält. Hier finde ich auch kritische Meinungen. Besonders mag ich die kurzen, klaren Kritiken zu Büchern und Hörbüchern. Auch die Interviews interessieren mich meistens. Als Schweizerin fehlen mir natürlich Beiträge zu Schweizer Autoren, aber man kann ja nicht alles haben.