Völkischer Neoliberalismus
Die AfD brauchte dreizehn Jahre bis zum ersten Regierungseintritt. Von der nationalliberalen Gründung 2013 unter Bernd Lucke über die Rechtsradikalisierung ab 2014/2015 bis zur Dominanz der völkischen Rechten um Björn Höcke: Alexander Gauland nannte die Migration 2015 ein "Geschenk". Alice Weidel und Roland Hartwig verkörpern die Radikalisierung des bürgerlichen Parteiflügels. Nach Sachsen-Anhalt strebt die AfD zur Machtübernahme, angewiesen auf Bündnispartner wie CDU oder BSW. Von Gerd Wiegel
Zeit der sauren Gurken
Der Dokumentarfilm »Was haben wir gelacht« erinnert an die Misogynie, die bis spät in die neunziger Jahre in den Show- und Comedy-Formaten des deutschen Fernsehens selbstverständlich war. Zugleich wirft er Fragen auf, ohne sie wirklich zu beantworten – zum Beispiel, ob es eine spezifisch weibliche Komik gibt und ob Witze über Frauen generell frauenfeindlich sind. Von Wieland Schwanebeck
Blau ist die Erinnerung
Der Erfolg der AfD im Osten beruht auf einer Praxis der Ostalgie. Eine Erkundung im Feld der Normalisierung der extremen Rechten. Von Marcel Hartwig
Mit der Lizenz zum Kriegführen
Die BRD verabschiedet sich mit dem neuen Geheimdienstgesetz vom Trennungsgebot von Geheimdiensten und Polizei. In der September-Ausgabe schreibt Michael Csaszkóczy über einen Gesetzentwurf, der die Nachrichtendienste zu diversen „operativen Eingriffen“ berechtigen würde.
Pantisanos Glocken
Der Politikwissenschaftler Georg Fülberth setzt sich mit der umstrittenen Aussage von Luigi Pantisano auseinander, die CDU betreibe faschistische Politik. Dabei ordnet er den Begriff Faschismus historisch und politisch ein und beleuchtet, warum aktuelle Debatten über Parteien, politische Begriffe und gesellschaftliche Entwicklungen häufig von unterschiedlichen Interpretationen geprägt sind.
Lernziel: Klappe halten
Politische Äußerungen im Klassenzimmer werden für viele Lehrkräfte zur Gratwanderung. Michael Csaszkóczy spricht über Unsicherheiten, rechtliche Vorgaben und den Druck, sich bei kontroversen Themen zurückzuhalten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schulen politische Diskussionen ermöglichen können, ohne Lehrkräfte in eine Position der Selbstzensur zu drängen.
Feindliche Übernahme
Jörg Kronauer analysiert den Ausbau der EU-Militär- und Rüstungsstrukturen als langfristigen Integrationsprozess. Deutschland und Frankreich werden als Nationen beschrieben, die die europäische Militärpolitik vorantreiben. Dabei stehen die enge Verbindung von Rüstungsindustrie, Politik und geopolitischen Interessen sowie die stärkere Eigenständigkeit der EU im Mittelpunkt.
Dann hat es bumm gemacht
In dem Beitrag wird die ungeklärte Verantwortung für die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines und die problematische öffentliche Aufarbeitung thematisiert. Im Mittelpunkt stehen widersprüchliche Darstellungen in Politik und Medien, fehlende gesicherte Erkenntnisse zu möglichen Täter:innen sowie die geopolitischen und energiepolitischen Folgen des Ereignisses für Europa.
Von Übermännern und Untermenschen
Im Fokus des Beitrags von Katrin Hildebrand steht die Verbindung zwischen Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus in der „Manosphere“. Dabei werden digitale Subkulturen mit übersteigerten Männlichkeitsbildern, einer systematischen Abwertung von Frauen und antisemitischen Narrativen analysiert.
Was wir uns nicht mehr leisten können
Soziale Einsparungen und politische Angriffe auf den Sozialstaat werden zunehmend auch auf chronisch kranke und behinderte Menschen ausgeweitet. Im Zentrum der Debatte steht die Frage nach den Grenzen öffentlicher Leistungen und den Folgen solcher Kürzungen für besonders vulnerable Gruppen.
Seit 1957 erscheint konkret – ein Blatt, das sich selbst als Zeitschrift für Politik und Kultur versteht.
Inhaltlich reicht das Spektrum der konkret von der deutschen bis zur internationalen Politik, und der Kontroverse geht das Blatt dabei nicht aus dem Weg. Dass die Ausrichtung dezidiert politisch links ist, darüber sind sich Macher und Kritiker einig – zwingend übereinstimmende Positionen mit anderen als links apostrophierten Magazinen folgen daraus jedoch keineswegs. Im Gegenteil: Die Zeitschrift rund um Chefredakteur und Herausgeber Hermann L. Gremliza lässt es sich nicht nehmen, die Positionen anderer „Linken“ zu kritisieren und anzugreifen. Neben dem Teil mit genuin politischen Artikeln steht eine theoretische Auseinandersetzung vor allem mit dem Marxismus. Kulturelle und kulturpolitische Themen greift das weitere Magazin auf, Buch-Rezensionen und CD-Tipps gehören ebenso dazu wie Artikel über Filme. Im Mittelpunkt politischer Debatten stand das konkret in früheren Jahren immer wieder; zu seinen Autoren zählten Personen wie Ulrike Meinhoff, Stefan Aust oder auch Peter Rühmkopf.
Wer Interesse an kritischem und anspruchsvollem Journalismus hat, sollte zum konkret greifen. Im Jahr 2012 belief sich die verkaufte Auflage auf etwas mehr als 42.000 Exemplare.
Ein hohes intellektuelles Niveau und ein reger, kritischer Geist heben konkret aus der Masse der Titel heraus.
Verlegt wird das konkret von der KVV "konkret" Vertriebsgesellschaft für Druck- und andere Medien GmbH & Co. KG, die ihren Sitz in Hamburg hat. Weitere Zeitschriften erscheinen dort nicht, neben dem Heft steht lediglich eine umfangreiche Buchreihe im Programm.
Eingeordnet ist das konkret bei den Gesellschaft Zeitschriften, wo unter anderem auch das Spiegel Geschichte, das Cicero und die Zeitschrift Dummy stehen.
Völkischer Neoliberalismus
Die AfD brauchte dreizehn Jahre bis zum ersten Regierungseintritt. Von der nationalliberalen Gründung 2013 unter Bernd Lucke über die Rechtsradikalisierung ab 2014/2015 bis zur Dominanz der völkischen Rechten um Björn Höcke: Alexander Gauland nannte die Migration 2015 ein "Geschenk". Alice Weidel und Roland Hartwig verkörpern die Radikalisierung des bürgerlichen Parteiflügels. Nach Sachsen-Anhalt strebt die AfD zur Machtübernahme, angewiesen auf Bündnispartner wie CDU oder BSW. Von Gerd Wiegel
Zeit der sauren Gurken
Der Dokumentarfilm »Was haben wir gelacht« erinnert an die Misogynie, die bis spät in die neunziger Jahre in den Show- und Comedy-Formaten des deutschen Fernsehens selbstverständlich war. Zugleich wirft er Fragen auf, ohne sie wirklich zu beantworten – zum Beispiel, ob es eine spezifisch weibliche Komik gibt und ob Witze über Frauen generell frauenfeindlich sind. Von Wieland Schwanebeck
Blau ist die Erinnerung
Der Erfolg der AfD im Osten beruht auf einer Praxis der Ostalgie. Eine Erkundung im Feld der Normalisierung der extremen Rechten. Von Marcel Hartwig
Mit der Lizenz zum Kriegführen
Die BRD verabschiedet sich mit dem neuen Geheimdienstgesetz vom Trennungsgebot von Geheimdiensten und Polizei. In der September-Ausgabe schreibt Michael Csaszkóczy über einen Gesetzentwurf, der die Nachrichtendienste zu diversen „operativen Eingriffen“ berechtigen würde.
Pantisanos Glocken
Der Politikwissenschaftler Georg Fülberth setzt sich mit der umstrittenen Aussage von Luigi Pantisano auseinander, die CDU betreibe faschistische Politik. Dabei ordnet er den Begriff Faschismus historisch und politisch ein und beleuchtet, warum aktuelle Debatten über Parteien, politische Begriffe und gesellschaftliche Entwicklungen häufig von unterschiedlichen Interpretationen geprägt sind.
Lernziel: Klappe halten
Politische Äußerungen im Klassenzimmer werden für viele Lehrkräfte zur Gratwanderung. Michael Csaszkóczy spricht über Unsicherheiten, rechtliche Vorgaben und den Druck, sich bei kontroversen Themen zurückzuhalten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schulen politische Diskussionen ermöglichen können, ohne Lehrkräfte in eine Position der Selbstzensur zu drängen.
Feindliche Übernahme
Jörg Kronauer analysiert den Ausbau der EU-Militär- und Rüstungsstrukturen als langfristigen Integrationsprozess. Deutschland und Frankreich werden als Nationen beschrieben, die die europäische Militärpolitik vorantreiben. Dabei stehen die enge Verbindung von Rüstungsindustrie, Politik und geopolitischen Interessen sowie die stärkere Eigenständigkeit der EU im Mittelpunkt.
Dann hat es bumm gemacht
In dem Beitrag wird die ungeklärte Verantwortung für die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines und die problematische öffentliche Aufarbeitung thematisiert. Im Mittelpunkt stehen widersprüchliche Darstellungen in Politik und Medien, fehlende gesicherte Erkenntnisse zu möglichen Täter:innen sowie die geopolitischen und energiepolitischen Folgen des Ereignisses für Europa.
Von Übermännern und Untermenschen
Im Fokus des Beitrags von Katrin Hildebrand steht die Verbindung zwischen Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus in der „Manosphere“. Dabei werden digitale Subkulturen mit übersteigerten Männlichkeitsbildern, einer systematischen Abwertung von Frauen und antisemitischen Narrativen analysiert.
Was wir uns nicht mehr leisten können
Soziale Einsparungen und politische Angriffe auf den Sozialstaat werden zunehmend auch auf chronisch kranke und behinderte Menschen ausgeweitet. Im Zentrum der Debatte steht die Frage nach den Grenzen öffentlicher Leistungen und den Folgen solcher Kürzungen für besonders vulnerable Gruppen.
Seit 1957 erscheint konkret – ein Blatt, das sich selbst als Zeitschrift für Politik und Kultur versteht.
Inhaltlich reicht das Spektrum der konkret von der deutschen bis zur internationalen Politik, und der Kontroverse geht das Blatt dabei nicht aus dem Weg. Dass die Ausrichtung dezidiert politisch links ist, darüber sind sich Macher und Kritiker einig – zwingend übereinstimmende Positionen mit anderen als links apostrophierten Magazinen folgen daraus jedoch keineswegs. Im Gegenteil: Die Zeitschrift rund um Chefredakteur und Herausgeber Hermann L. Gremliza lässt es sich nicht nehmen, die Positionen anderer „Linken“ zu kritisieren und anzugreifen. Neben dem Teil mit genuin politischen Artikeln steht eine theoretische Auseinandersetzung vor allem mit dem Marxismus. Kulturelle und kulturpolitische Themen greift das weitere Magazin auf, Buch-Rezensionen und CD-Tipps gehören ebenso dazu wie Artikel über Filme. Im Mittelpunkt politischer Debatten stand das konkret in früheren Jahren immer wieder; zu seinen Autoren zählten Personen wie Ulrike Meinhoff, Stefan Aust oder auch Peter Rühmkopf.
Wer Interesse an kritischem und anspruchsvollem Journalismus hat, sollte zum konkret greifen. Im Jahr 2012 belief sich die verkaufte Auflage auf etwas mehr als 42.000 Exemplare.
Ein hohes intellektuelles Niveau und ein reger, kritischer Geist heben konkret aus der Masse der Titel heraus.
Verlegt wird das konkret von der KVV "konkret" Vertriebsgesellschaft für Druck- und andere Medien GmbH & Co. KG, die ihren Sitz in Hamburg hat. Weitere Zeitschriften erscheinen dort nicht, neben dem Heft steht lediglich eine umfangreiche Buchreihe im Programm.
Eingeordnet ist das konkret bei den Gesellschaft Zeitschriften, wo unter anderem auch das Spiegel Geschichte, das Cicero und die Zeitschrift Dummy stehen.
Alles hat meinen Erwartungen entsprochen und die erste Ausgabe ist pünkltlich eingetroffen. Besten Dank. Jens Römer
5,00 / 5
Konkret bietet kompromisslose und aktuelle Gesellschaftsanalysen ohne journalistische Anbiederung und billige Zugeständnisse an die politisch agierenden Parteien und Organisationen.
Bestes Politikmagazin im Handel.
Alles hat meinen Erwartungen entsprochen und die erste Ausgabe ist pünkltlich eingetroffen. Besten Dank. Jens Römer