Mitten in der umsatzstärksten Woche des Jahres passiert etwas Unerwartetes: ein deutlicher Einbruch der Bestellungen. In den Tagen um Weihnachten fällt das tägliche Bestellvolumen wieder auf ein ganz gewöhnliches Jahresniveau zurück, obwohl der Dezember insgesamt der mit Abstand stärkste Monat ist. Der Grund liegt auf der Hand: Ein Geschenkabo muss rechtzeitig bestellt sein, um pünktlich zu Weihnachten anzukommen, der Ansturm endet also schon Tage vor dem Fest, nicht erst an den Feiertagen selbst.
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Grundlage dieser Auswertung sind alle Bestellungen vom Presseshop mit einer Lieferadresse in der Schweiz aus dem Zeitraum August 2025 bis August 2026, jeweils mit genauem Bestelldatum und Uhrzeit. Alle Werte sind als Anteil oder als Vielfaches des Jahresdurchschnitts angegeben.
Der Ansturm vor Weihnachten
Der Anstieg beginnt bereits am Black Friday: An diesem einen Tag lag das Bestellvolumen beim 3,8-Fachen des durchschnittlichen Tages im Jahr, fast doppelt so hoch wie an einem gewöhnlichen November-Tag. Von da an bleibt die Nachfrage hoch, dabei handelt es sich nicht um einen einzelnen Ausschlag: In der ersten Dezemberhälfte wechseln sich mehrere Tage mit dem Drei- bis Vierfachen des Jahresdurchschnitts ab, mit dem Spitzenwert am 8. Dezember (4,3-fach) und einem zweiten, fast ebenso hohen Ausschlag am 14. Dezember.
Der 15. Dezember ist der letzte Tag mit noch hohem Volumen, das 3,6-Fache des Jahresdurchschnitts. Schon am Tag danach bricht die Nachfrage um rund 37 Prozent ein und sinkt in der Folge weiter, bis sie in der Weihnachtswoche selbst wieder beim Jahresdurchschnitt eines gewöhnlichen Tages landet. Wer ein Geschenkabo sicher zu Weihnachten überreichen will, bestellt es den Daten zufolge also am besten bis spätestens Mitte Dezember, danach wird eine pünktliche Zustellung sichtbar knapper.
Dieser Rhythmus prägt auch das ganze Jahr: Auf November und Dezember zusammen entfallen 37,4 Prozent aller Jahresbestellungen. Der Grund dafür ist eindeutig ein Geschenke-Effekt, der Anteil an Geschenkabos an allen Bestellungen liegt sonst meist zwischen 20 und 25 Prozent, steigt im November auf 40,7 Prozent und im Dezember auf 50,8 Prozent, dort ist jede zweite Bestellung ein Geschenk. Ein schwacher Nachhall zeigt sich noch im Januar: Dort liegt der Geschenkabo-Anteil bei 27,6 Prozent und damit höher als in jedem anderen Monat außerhalb der eigentlichen Weihnachtszeit, ein Hinweis darauf, dass ein Teil der Geschenke erst nach den Feiertagen eingelöst oder nachbestellt wird.
Wochentag und Uhrzeit
Über das Jahr hinweg zeigen Wochentag und Uhrzeit ein deutlich ruhigeres, aber ebenfalls klares Muster. Montag ist mit 16,0 Prozent der stärkste Bestelltag der Woche, dicht gefolgt von Dienstag mit 15,5 Prozent und Sonntag mit 14,6 Prozent. Mittwoch (14,4 Prozent), Freitag (14,2 Prozent) und Donnerstag (13,2 Prozent) liegen im Mittelfeld nah beieinander, Samstag bildet mit 12,2 Prozent das klare Schlusslicht. Bestellt wird also eher zum Wochenauftakt und am Sonntagabend als am eigentlichen Einkaufstag Samstag.
Über den Tag verteilt ist das Bild ähnlich gleichmäßig: Vormittag und früher Nachmittag (10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr) liegen mit je 27,3 Prozent praktisch gleichauf, der Abend zwischen 18 und 23 Uhr kommt noch auf 26,4 Prozent. Nur der frühe Morgen zwischen 6 und 9 Uhr bleibt mit 17,0 Prozent klar dahinter zurück, und nachts zwischen 0 und 5 Uhr passiert mit 1,9 Prozent praktisch nichts. Eine kleine Delle gibt es außerdem rund um die Mittagszeit. Bestellt wird damit über weite Teile des Tages und praktisch der ganzen Woche, mit dem Samstag als einzigem sichtbaren Ausreißer nach unten.
Fazit
Der Kalender bestimmt den Bestellzeitpunkt stärker als Wochentag oder Uhrzeit. Der Jahresausklang ist klar geschenkgetrieben und endet abrupt genau dann, wenn ein Geschenk nicht mehr rechtzeitig zu Weihnachten ankäme, mitten in der eigentlich stärksten Saison des Jahres. Wochentag und Uhrzeit zeigen dagegen ein gleichmäßigeres Bild mit dem Samstag und der Mittagszeit als einzigen erkennbaren Ruhepunkten.