{"id":96,"date":"2025-04-22T12:00:00","date_gmt":"2025-04-22T10:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/stage.presseplus.de\/?p=96"},"modified":"2026-04-14T01:01:04","modified_gmt":"2026-04-13T23:01:04","slug":"die-verlagsgruppe-georg-von-holtzbrinck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.presseshop.ch\/blog\/die-verlagsgruppe-georg-von-holtzbrinck\/","title":{"rendered":"Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck: das Unternehmen im Portr\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck \u2013 oder Holtzbrinck Publishing Group \u2013 geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Medienunternehmen im deutschsprachigen Raum und steht hinter diversen bekannten Verlagen, Publikationen und Online-Angeboten. Der Konzern ist weniger bekannt als andere Verlage seiner Gr\u00f6\u00dfenordnung und wird deshalb auch als der \u201eunbekannte Riese\u201c unter den gro\u00dfen Medienh\u00e4usern Deutschlands bezeichnet. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Stuttgart, doch die Aktivit\u00e4ten reichen weit \u00fcber die Landesgrenzen hinaus: Die Verlagsgruppe ist mittlerweile in \u00fcber 100 L\u00e4ndern weltweit t\u00e4tig. Wir stellen Ihnen das Unternehmen im Portr\u00e4t vor und werfen dabei auch einen genauen Blick auf die Georg von Holtzbrinck Zeitungen, den digitalen Wandel und das internationale Engagement.<\/p>\n<p>In diesem Verlag erscheinen wichtige Zeitungen wie Die ZEIT, zudem steckt das Unternehmen hinter einigen der bedeutendsten Buchverlage. Und dennoch kennt kaum jemand die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die zu den gr\u00f6\u00dften Medienunternehmen in Deutschland geh\u00f6rt und etliche Tochterfirmen und Beteiligungen weltweit besitzt. Darunter bekannte Buchverlage wie der S. Fischer Verlag, der Rowohlt Verlag, Kiepenheuer &amp; Witsch, Droemer Knaur und der Argon Verlag. Die Unternehmensgruppe unterteilt sich in mehrere Gesch\u00e4ftsbereiche: einerseits die Publikumsverlage, den Bereich Bildung und Wissenschaft, Zeitungen und Wirtschaftsinformationen sowie elektronische Medien und Services. Holtzbrinck hat bei einigen Zielgruppen wie etwa Gesch\u00e4ftsleuten, Akademiker:innen und Wissenschaftlern die Position eines Marktf\u00fchrers inne.<\/p>\n<p>Derzeit besch\u00e4ftigt die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck rund 14.000 Mitarbeiter:innen (Stand 2024) und macht einen Umsatz von \u00fcber 1,5 Milliarden Euro \u2013 ohne Joint Venture Springer Nature gerechnet. Mit diesem, an dem Holtzbrinck 53 Prozent h\u00e4lt, summiert sich der Konzernumsatz sogar auf \u00fcber 3,5 Milliarden Euro. Das Verm\u00f6gen der Holding wird auf \u00fcber 2,4 Milliarden Euro gesch\u00e4tzt. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte des Unternehmens bereits 1931, als Georg von Holtzbrinck ein Unternehmen f\u00fcr Zeitschriften- und Buchabonnements er\u00f6ffnete. Die Verlagsgruppe wurde 1948 gegr\u00fcndet, 1971 folgte die Holding. Heute f\u00fchrt Stefan von Holtzbrinck das Unternehmen als gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter. Seine Schwester Monika Schoeller, die lange im Buchverlagsbereich t\u00e4tig war, verstarb im Jahr 2019. Dieter von Holtzbrinck ist 2006 aus der Gruppe ausgeschieden und hat 2009 mehrere Titel in die eigenst\u00e4ndige Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH ausgegliedert.<\/p>\n<h2>Unternehmensbereiche der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck<\/h2>\n<p>Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat zahlreiche Tochterunternehmen, die sich zu unterschiedlichen Unternehmensbereichen ordnen lassen. So l\u00e4sst sich der Holtzbrinck Verlag grunds\u00e4tzlich in mehrere \u00fcbergeordnete Gesch\u00e4ftsbereiche untergliedern. Dazu z\u00e4hlen zum einen die Buchverlage, die Zeitungsverlage, das Digitalgesch\u00e4ft, die Entwicklung von Bildungsinhalten, Digital Science sowie Investments und Venture Kapital. In jedem dieser Sektionen gibt es zahlreiche nationale und internationale Engagements \u2013 von klassischen Printverlagen \u00fcber Online-Portale bis zu innovativen EdTech-Startups.<\/p>\n<h2>Die Unternehmensbereiche im \u00dcberblick<\/h2>\n<ul>\n<li>Buchverlage<\/li>\n<li>Zeitungsverlage und Zeitungen<\/li>\n<li>Digitalgesch\u00e4ft<\/li>\n<li>Bildungsinhalte f\u00fcr den US-Markt<\/li>\n<li>Digital Science<\/li>\n<li>Investments und Venture Kapital (HV Capital)<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Buchverlage<\/h2>\n<p>Ein wichtiges Standbein der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck sind die Buchverlage. Einige der wichtigsten deutschen Publikumsverlage geh\u00f6ren zur Unternehmensgruppe. Dazu z\u00e4hlen etwa der renommierte Buchverlag S. Fischer, der Rowohlt Verlag, Kiepenheuer &amp; Witsch, Droemer Knaur, der Argon Verlag und international etwa Macmillan Publishers mit Imprints wie St. Martin\u2019s Press, Henry Holt und Farrar, Straus and Giroux. Besondere Bedeutung hat seit vielen Jahren der Rowohlt Verlag. 1984 kaufte Holtzbrinck den 33-Prozent-Anteil von der New York Times Company. Mit diesem Deal begann die internationale Expansion der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck in den englischsprachigen Raum. Heute geh\u00f6ren Macmillan Education und Palgrave ebenfalls zur Gruppe, womit auch der Bildungs- und Wissenschaftsbereich international stark vertreten ist.<\/p>\n<h2>Zeitungsverlage und Zeitungen<\/h2>\n<p>Herzst\u00fcck des Zeitungsgesch\u00e4fts ist die ZEIT Verlagsgruppe. Sie geh\u00f6rt mit \u00fcber 2 Millionen Leserinnen und Lesern pro Woche sowie rund 13 Millionen Online-Nutzer:innen zu den gr\u00f6\u00dften Qualit\u00e4tsverlagen in Deutschland. Die Wochenzeitung DIE ZEIT ist dabei nicht nur journalistisch ein Flaggschiff, sondern auch wirtschaftlich ein bedeutender Pfeiler der Unternehmensgruppe. Zum Portfolio geh\u00f6ren auch Sonderpublikationen, Bildungsangebote und Veranstaltungen \u2013 von ZEIT Wissen bis zu ZEIT f\u00fcr die Schule.<\/p>\n<p>Anders sieht es im restlichen Zeitungsgesch\u00e4ft aus. Seit 2009 gab es in diesem Bereich eine starke Umstrukturierung. Dieter von Holtzbrinck \u00fcbernahm einen guten Teil des Zeitungsgesch\u00e4fts, darunter den kompletten Handelsblatt Verlag und die H\u00e4lfte des ZEIT Verlags. Viele Tageszeitungen wie etwa die Saarbr\u00fccker Zeitung oder der Trierische Volksfreund wurden im Zuge der Neustrukturierung verkauft. Die Gruppe konzentriert sich seither klar auf hochwertige Georg von Holtzbrinck Zeitungen mit langfristiger Perspektive und Qualit\u00e4tsjournalismus.<\/p>\n<h2>Digitalgesch\u00e4ft<\/h2>\n<p>Eine Schl\u00fcsselrolle innerhalb der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck spielt die Tochtergesellschaft Holtzbrinck Digital, zu der zahlreiche bekannte Online-Angebote wie etwa NetDoktor, pflege.de, gutefrage.net, epubli und neopubli geh\u00f6ren. Holtzbrinck Digital ist die strategische Internet-Beteiligungsholding der Gruppe und in drei Divisionen organisiert:<\/p>\n<ul>\n<li>Digital Science (z.\u202fB. Altmetric, figshare, ReadCube, Dimensions, BioRAFT)<\/li>\n<li>Digital Education (z.\u202fB. Macmillan Learning, Bettermarks, Lecturio, MIAMED)<\/li>\n<li>Digital Content (z.\u202fB. gutefrage.net, NetDoktor, Searchmetrics, epubli)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gerade im Bereich Wissenschaft und Forschung hat sich Holtzbrinck mit dem Joint Venture Springer Nature international als einer der Marktf\u00fchrer positioniert. Die Plattformen werden von Universit\u00e4ten, Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Verlagen weltweit genutzt.<\/p>\n<h2>Holtzbrinck Ventures: Investments und Venture Capital<\/h2>\n<p>Das Tochterunternehmen Holtzbrinck Ventures, seit einigen Jahren unter dem Namen HV Capital aktiv, investiert erfolgreich in Zukunftstechnologien und Startups, um in zukunftstr\u00e4chtigen Branchen Fu\u00df zu fassen. So investierte die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck in vielversprechende junge Unternehmen, die vorwiegend online t\u00e4tig sind. Dazu z\u00e4hlen bekannte Namen wie:<\/p>\n<ul>\n<li>Zalando (bereits Exit)<\/li>\n<li>HelloFresh<\/li>\n<li>Flixbus<\/li>\n<li>SumUp<\/li>\n<li>Westwing<\/li>\n<li>HomeToGo<\/li>\n<li>Cello<\/li>\n<li>Blinkist<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit einem Gesamtvolumen von \u00fcber 1,7 Milliarden Euro geh\u00f6rt HV Capital zu den aktivsten Venture-Capital-Investoren in Europa. Die Investments sichern der Gruppe nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch Innovationsimpulse f\u00fcr das Kerngesch\u00e4ft jenseits des klassischen Verlagswesens.<\/p>\n<h2>Zeitschriften aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck bei Presseplus<\/h2>\n<p>Bei Presseplus k\u00f6nnen einige Titel aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck im Abonnement bestellt werden. Allen voran ist hier <a href=\"\/Zeit-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">DIE ZEIT<\/a> und einige Spezialzeitschriften wie <a href=\"\/Zeit-WIssEN-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZEIT Wissen<\/a>, <a href=\"\/ZEIT-Leo-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZEIT Leo<\/a>, <a href=\"\/Zeit-Campus-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZEIT Campus<\/a> und <a href=\"\/ZEIT-Studienfuehrer-Einzelheft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZEIT Studienf\u00fchrer<\/a> zu nennen. Daneben erhalten Sie die Sprachzeitschriften des ZEIT Sprachen Verlags wie:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"\/Spotlight-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spotlight<\/a> (Englisch)<\/li>\n<li><a href=\"\/Business-Spotlight-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Business Spotlight<\/a> (Englisch f\u00fcr Beruf)<\/li>\n<li><a href=\"\/Ecoute-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00c9coute<\/a> (Franz\u00f6sisch)<\/li>\n<li><a href=\"\/Ecos-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ecos<\/a> (Spanisch)<\/li>\n<li><a href=\"\/Adesso-Abo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Adesso<\/a> (Italienisch)<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Geschichte der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck<\/h2>\n<p>Die Geschichte der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck begann 1931, als der gleichnamige Gr\u00fcnder mit dem Aufbau eines Zeitschriften- und Buchwerbungsgesch\u00e4fts begann. Der Erfolg stellte sich schnell ein, und 1936 konnte die Deutsche Verlagsexpedition (Devex) \u00fcbernommen werden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Neustart des Unternehmens mithilfe der Stuttgarter Hausb\u00fccherei begangen, die 1948 gegr\u00fcndet wurde. Sie wurde 1959 zum Deutschen B\u00fccherbund, der in den 1960er-Jahren die Zuk\u00e4ufe des S. Fischer Verlags sowie Beteiligungen an den Verlagen Rowohlt, Droemer Knaur und Kindler erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p>Damals stieg Holtzbrinck auch bei der Saarbr\u00fccker Zeitung und beim Handelsblatt ein. Bis in die 1980er-Jahre wurden etliche Zeitungen oder Verlage \u00fcbernommen oder Beteiligungen aufgebaut. Ab den 1990er-Jahren expandierte die Gruppe in die USA und \u00fcbernahm dort mehrere renommierte Verlage wie Scientific American, Henry Holt, Farrar Straus Giroux und Macmillan Publishers. In den 2000er-Jahren \u00e4nderte sich das Gesch\u00e4ft: Der Verlag wandte sich zunehmend der digitalen Welt zu, ohne die Printmarken aufzugeben.<\/p>\n<h2>Fazit: Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck auf dem Weg in die Zukunft<\/h2>\n<p>Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ist nach wie vor eines der wichtigsten Medienh\u00e4user in Deutschland. Wenngleich auch heute noch viele Printprodukte im Angebot sind, hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren deutlich breiter aufgestellt und ist zu einem digitalisierten Medienunternehmen geworden, das in zahlreiche zukunftstr\u00e4chtige Gesch\u00e4ftsfelder und viele Online-Angebote investiert. Mit einem starken Fokus auf Qualit\u00e4tsjournalismus, Wissenschaft, Bildung und digitalem Fortschritt setzt der Georg von Holtzbrinck Verlag klare Akzente \u2013 national wie international.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck \u2013 oder Holtzbrinck Publishing Group \u2013 geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Medienunternehmen im deutschsprachigen Raum und steht hinter diversen bekannten Verlagen, Publikationen und Online-Angeboten. Der Konzern ist weniger bekannt als andere Verlage seiner Gr\u00f6\u00dfenordnung und wird deshalb auch als der \u201eunbekannte Riese\u201c unter den gro\u00dfen Medienh\u00e4usern Deutschlands bezeichnet. 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